Sonntag, 4. Oktober 2015

Kuba - in unserem Reiseführer nicht geschrieben

Meine Schwester hatte noch einen Reiseführer von Kuba, da sie vor 5 Jahren schon mal da war. Es hat sich in der Zwischenzeit einiges verändert.
Um an die Touristenwährung CUC zu kommen, muss man sich im Land selber bemühen. Dollar haben wir nicht mitgenommen. Euro ist perfekt.
Leider hat es nun im Hotel selber keinen Bancomat mehr gehabt, so dass wir nach Varadero fahren mussten. Ihre Mastercard ging in beiden Banken nicht. Erst später, in Santa Clara konnte ich mit meiner Visa Geld beziehen, aber nicht mehr als 200 CUC pro Transaktion.
Ende Ferien haben wir mitbekommen: Mit Mastercard war es in letzter Zeit nicht möglich, Geld zu bekommen. Das nächste Mal kann es aber auch umgekehrt sein.
Da man CUC nicht ausführen darf, habe ich bei Gelegenheit im Hotel nachgefragt, ob ich wieder in Euro wechseln kann. Pech gehabt, geht nicht. Also mussten wir das Geld unters Volk bringen. Für mich ist klar, sollte ich nochmals gehen, werde ich genügend Euro zum Wechseln mitnehmen.

Seife und Kugelschreiber sind begehrt. Diese Artikel können Kubaner nur sehr teuer kaufen. Sie sind für solche Spenden sehr dankbar. Kinder kommen wegen Süssigkeiten fragen. Ich würde meine etlichen Pflegemuster alle mitnehmen und verteilen.
Die Touristenbusse werden jeweils schon erwartet. Gemäss Reiseleiterin haben alle bettelnde Personen eine staatliche Lizenz und wehe, es wird jemand ohne diese Lizenz erwischt.
Die Grundversorgung mit Lebensmitteln ist für alle Kubaner gewährleistet. Es muss niemand verhungern. Behinderte Personen bekommen zusätzliches Geld.

Das Leitungswasser wird von den Kubanern getrunken. Für uns nicht empfehlenswert, aber zum Zähneputzen unbedenklich.

Natürlich ist Trinkgeld sehr willkommen. Leider hatten wir Anfang Ferien nicht so viel Geld und wussten auch nicht, ob wir noch beziehen können. Da es ja dann geklappt hat, haben wir auch bei jeder Gelegenheit ein Trinkgeld gegeben.
Trinkgeld = schnellere Bedienung, mehr Rhum im Coktail, grössere Gläser, reserviertet Platz bei den Essen und das Beste: ein strahlendes Gesicht. Gemäss Reiseleitung kommt das Trinkgeld in einen Topf und wird gerecht unter dem gesamten Hotelpersonal verteilt. Somit bekommen die Köche, Gärtner und alle Personen im Hintergrund auch einen Zustupf.
Das Trinkgeld war für uns einer der höchsten Ausgabeposten - ungefähr 8 CUC pro Tag, was für mich aber auch völlig in Ordnung war. 

Für mich auch sehr interessant:
Eine kubanische Familie hat durchschnittlich zwei Kinder. Im Moment beträgt der Rekord acht Kinder. Lebenserwartung: 80 Jahre. Gleichberechtigung von Mann und Frau.Schulpflicht 9 Jahre.
Es war auch kein Rassismus spührbar. Die gleichen Arbeiten wurden von Mann, Frau schwarz oder weiss in gleichem Ausmass ausgeführt.

Zu guter Letzt: Bei der Ausreisekontrolle am Flughafen werden die Feuerzeuge weg genommen. Diese sind im Handgepäck nicht erlaubt. 



Kommentare:

the purple frog hat gesagt…

Guten morgen, wir hatten ähnliche Erfahrungen während unseres Urlaubs vor vier Jahren. Wir haben Stifte und sonstigen Schulkram in eine Schule gebracht. Anstatt Trinkgeld gab es für den Lieblings Kellner eine Zigarre - das leistet er sich sonst nur wenige male im Jahr. Mit einer bettelnden Frau kauften wir in einem Supermarkt Windeln für ihr Baby. Danke für deine Eindrücke und einen schönen Tag. Caro

Gabriela Zürcher hat gesagt…

Hallo Caro, Danke für Deinen Kommentar. Da fallen mir gleich zwei Dinge dazu ein, die uns die Reiseleiterin erzählt hat. Somit ist mein nächster Kuba- Post in Gedanken schon fertig. Liebe Grüsse Gabriela